Sonntag, 21. August 2011

Fall Habré: Prozessverlagerung nach Belgien

Es ist weiterhin unklar, ob der ehemalige tschadische Präsident Hissene Habré im Senegal eine Gerichtsverhandlung erhält oder an Belgien ausgeliefert wird.

Jeune Afrique: Tchad - Sénégal : Hissène Habré, ou comment s'en débarrasser, 16. August 2011.

Samstag, 13. August 2011

Hintergrund: Der Fall Habré im Senegal

Was steckt hinter der überraschenden Entscheidung des senegalesischen Staatschefs Wade den ehemaligen tschadischen Präsidenten Habré wieder an ein heimisches Gericht zu übergeben?

Jeune Afrique: Wade, Déby, Habré : le dossier secret, 27. Juni 2011.

Wiedergewählter Präsident vereidigt - Omar el Baschir nimmt an Feierlichkeiten teil

Nun ist es amtlich. Der wiedergewählte tschadische Präsident Idriss Deby ist für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren vereidigt worden. Deby ist bereits seit 1990 an der Macht. Seine Ziele für die kommenden Jahre seien der verstärkte Kampf gegen Korruption und eine Verbesserungen des Agrarsektors. An den offiziellen Feierlichkeiten nahm auch der per internationalem Haftbefehl gesuchte sudanesische Präsident Omar el Baschir teil.

Déby wurde am 25. April mit über 80% der Stimmen wiedergewählt. Die Opposition boykottierte den Wahlgang aus Protest.

AFP: Tschads Präsident Deby für erneute Amtszeit vereidigt, 9. August 2011.

AFP: Tchad: Idriss Deby investi président pour un nouveau mandat, 9. August 2011.

Dienstag, 2. August 2011

Traurige Bilanz des Ex-Diktators

Tausende von Toten und 40.000 Opfer sind die traurige Bilanz der Regierungszeit des ehemaligen Präsidentens Hissène Habré zwischen 1982 und 1990. Davon berichten nun die Archive der Direction de la Documentation et de la Sécurité (DDS) Polizeistreitkräfte mit politischem Auftrag, die der Ex-Diktator zur Sicherung seiner Macht einsetzte.

Jeune Afrique: Tchad : crimes sans châtiment, 25. Juli 2011.

Sonntag, 31. Juli 2011

Habrè vermutet Verschwörung

Der ehemalige tschadische Diktator meldet sich nach den Unsicherheit zu seiner Auslieferung zu Wort. Es sei eine politsche Verschwörung gewesen und er habe die Nachricht seiner Abschiebung auch erst in den Medien wie alle anderen erfahren, nicht einmal seine Anwälte waren informiert. Er sei nun aber bereit für eine Verhandlung vor einem unabhängigen Gericht.

Le Quotidien: Hissène Habré sur son expulsion : «C’est un complot d’assassinat politique», 13. Juli 2011.

Afp/ Jeune Afrique: Hissène Habré d'accord pour se présenter devant une justice "indépendante", 14. Juli 2011.

Vorerst keine Auslieferung

Vorerst wird der ehemalige Präsident Hissène Habré nicht in seine Heimat ausgeliefert werden, sagte der senegalesische Außenminister Madicke Niang. Die senegalesische Regierung gibt somit dem internationalen Druck nach und versucht nun mit der UNO, der Afrikanischen Union und der EU eine Lösung zu finden.

Stern: Senegal liefert Ex-Präsidenten des Tschad vorerst doch nicht aus, 11. Juli 2011.

AFP/France Soir: Le Sénégal suspend l'expulsion d'Hissène Habré au Tchad, 11. Juli 2011.

Zeugenberichte zu den Menschenrechtsverletzungen, die unter EX-Präsident Habrè geschahen:
AFP:Au Tchad, les victimes de la répression sous Hissène Habré témoignent, 11. Juli 2011.

Habrè soll ausgeliefert werden

Bereits acht Jahr lang ist der Senegal mit dem Prozess gegen den tschadischen Ex-Präsidenten Hissène Habré wegen Menschenrechtsverstöße vertraut. Nun will der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade ihn in seine Heimat zurückschicken.

Diese Entscheidung steht unter starker Kritik von Menschenrechtsorganisationen.
Belgien forderte daraufhin die Auslieferungen des ehemaligen Präsidenten nach Den Haag, sofern Senegal keinen eigene Prozess organisieren würde.

Stern: Senegal will Tschads Ex-Präsidenten Habré in Heimat überstellen, 8. Juli 2011.

BBC Afrique: Le Tchad promet un procès équitable à Habré, 10. Juli 2011.

AFP/Tschadactuel.de: Extradition d'Hissène Habré: la Belgique fait pression sur le Sénégal, 11. Juli 2011.